Sel. Maria Charitas Brader       


27. Februar

Ordensfrau, Ordensgründerin, III. Orden
* 1860 Kaltbrunn,  1943 Kolumbien

 

Maria Josefa Karolina Brader wurde am 14. August 1860 in Kaltbrunn, Schweiz, geboren. Bereits als junges Mädchen vernahm sie den Ruf Gottes. Mit 21 Jahren trat sie in das Kloster Maria Hilf in Altstätten (St. Gallen) ein und erhielt den Namen Maria Charitas. Sie legte am 22. August 1882 die ewige Profess ab.
1888 reiste sie zusammen mit einigen Mitschwestern nach Ecuador und später nach Kolumbien. Dort gründete sie die neue Kongregation der Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis Marias, die besonders im Dienst an den Armen und in der Erziehung der Jugend wirken. Sie starb am 27. Februar 1943. Am 23. März 2003 wurde sie von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.

Eröffnungsvers    Vgl. Mt 25,4
Seht, das ist eine der klugen Jungfrauen, 
die dem Herrn mit brennenden Lampen entgegengehen.

Tagesgebet
Barmherziger Gott, 
du hast der seligen Ordensschwester Maria Charitas Brader
     eine große Liebe zur Eucharistie ins Herz gelegt. 
Du hast ihr die Augen geöffnet 
     und sie in den Armen Christus erkennen lassen.
Gewähre uns die Gnade, 
Christus, deinem Sohn, in Treue nachzufolgen
und ihm in den Armen zu dienen. 
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Lesung    Hld 8,6-7
Stark wie der Tod ist die Liebe.

Lesung aus dem Hohenlied.

Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz, 
     wie ein Siegel an deinen Arm! 
Stark wie der Tod ist die Liebe, 
die Leidenschaft ist hart wie die Unterwelt.
Ihre Gluten sind Feuergluten,
     gewaltige Flammen.
Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen;
     auch Ströme schwemmen sie nicht weg.
Böte einer für die Liebe den ganzen Reichtum seines Hauses,
     nur verachten würde man ihn.

Antwortpsalm    Ps 148,1-2.11-14
R
  Ihr Alten mit den Jungen, lobt den Namen des Herrn. – R 

Lobet den Herrn vom Himmel her, * 
lobt ihn in den Höhen! 
Lobt ihn, all seine Engel, * 
lobt ihn, all seine Scharen!
– (R)

Lobt ihn, ihr Könige der Erde und alle Völker, * 
ihr Fürsten und alle Richter auf Erden, 
ihr jungen Männer und auch ihr Mädchen, * 
ihr Alten mit den Jungen!
– (R) 

Loben sollen sie den Namen des Herrn; † 
denn sein Name allein ist erhaben,* 
seine Hoheit strahlt über Erde und Himmel. 
Seinem Volk verleiht er Macht, †
das ist ein Ruhm für all seine Frommen, * 
für Israels Kinder, das Volk, das ihm nahen darf.
– R

Ruf vor dem Evangelium    Vers: vgl. Mt 25,10
(Halleluja. Halleluja.)
Lob dir Christus, König und Erlöser.
– R 

Sie ist die kluge Jungfrau, 
die der Herr wachend antraf, als er kam; 
sie trat mit ihm ein in den Hochzeitssaal. 

(Halleluja.) 
Lob dir Christus, König und Erlöser.

Evangelium    Mt 25,1-13 
Sie nahmen ihre Lampen und gingen dem Bräutigam entgegen.

  Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

In jener Zeit 
     erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis:
Mit dem Himmelreich wird es sein wie mit zehn Jungfrauen,
     die ihre Lampen nahmen 
     und dem Bräutigam entgegengingen.
Fünf von ihnen waren töricht, 
     und fünf waren klug.
Die törichten nahmen ihre Lampen mit, 
     aber kein Öl, 
die klugen aber nahmen außer den Lampen 
     noch Öl in Krügen mit. 
Als nun der Bräutigam lange nicht kam, 
     wurden sie alle müde und schliefen ein.

Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: 
     Der Bräutigam kommt! 
     Geht ihm entgegen! 
Da standen die Jungfrauen alle auf 
     und machten ihre Lampen zurecht. 
Die törichten aber sagten zu den klugen: 
     Gebt uns von eurem Öl, 
     sonst gehen unsere Lampen aus.
Die klugen erwiderten ihnen: 
     dann reicht es weder für uns noch für euch; 
geht doch zu den Händlern 
     und kauft, was ihr braucht. 
Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen,
     kam der Bräutigam;
die Jungfrauen, die bereit waren,
     gingen mit ihm in den Hochzeitssaal, 
und die Tür wurde zugeschlossen.

Später kamen auch die anderen Jungfrauen 
     und riefen: Herr, Herr, mach uns auf! 
Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch:
     Ich kenne euch nicht.
Seid also wachsam!
Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.

Fürbitten
Barmherziger Gott, deine Liebe überschreitet alle Grenzen und gilt allen Menschen. Wir wenden uns mit unsern Bitten an dich:
V/A  Wir bitten dich, erhöre uns.

-  Die selige Maria Charitas wusste sich von dir als Gesandte der Frohen Botschaft berufen. Mache auch uns zu Zeugen des Evangeliums.

-  Maria Charitas war von großer Liebe zum eucharistischen Geheimnis erfüllt. Sei du im Sakrament die Mitte deiner versammelten Gemeinde.

-  Dein Sohn Jesus Christus verlangt von uns, dass wir ihn in den Armen erkennen. Erfülle uns mit dem Geist der Menschenfreundlichkeit und Liebe.

-  Zeige den suchenden Menschen durch das lebendige Zeugnis guter Christen den Weg zu dir.

Ewiger Gott, wir danken dir, dass du uns in deine Kirche berufen hast. Dir sei Lobpreis für alle Zeit und Ewigkeit.

Amen.

Gabengebet
Ewiger Gott, wir preisen dich,
     denn du bist groß in deinen Heiligen. 
Das Leben der seligen Maria Charitas hat dir wohlgefallen.
Nimm mit unseren Gaben 
     auch unseren Dienst gnädig an.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Präfation    Von den heiligen Jungfrauen und Ordensleuten

Kommunionvers    Vgl. Mt 25,6
Der Bräutigam kommt! Geht Christus, dem Herrn, entgegen!

Schlussgebet
Herr, unser Gott, 
du hast uns durch das heilige Mahl gestärkt. 
Wir tragen das Todesleiden Jesu an unserem Leib. 
Lehre uns, dir
     wie die selige Maria Charitas
     unser ganzes Leben als ungeteilten Dienst zu weihen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

 

Anhang    Worte der seligen Maria Charitas an ihre Schwestern:

Schließen wir jeden Abend unser Tagewerk, unsere Worte und Gedanken in Jesu Herz ein, um alles im Blute Christi zu reinigen, damit es vollkommen und wohlgefällig zum Throne der Heiligsten Dreifaltigkeit gelange.
Ich bitte euch inständig und aus Liebe zu Jesus im Altarsakrament, bemüht euch ernsthaft an eurer eigenen Heiligung zu arbeiten. Wir kennen die Stunde nicht, in der uns Gott Rechenschaft verlangen wird von unserem Verhalten und unserem Lebenswandel. Jeder Moment, den Gott uns gibt, ist eine Gnade und ein Schatz, mit dem wir die ewige Glückseligkeit vermehren können durch das treue Mitwirken mit der Gnade.
Wie unscheinbar werden uns in der Todesstunde die kleinen Leiden erscheinen, die uns manchmal den Seelenfrieden nehmen, wenn uns Demut und Großmut für Gott fehlt, der so viel für uns gelitten hat.
Danken wir Gott für jedes Leiden und Kreuzlein, die er uns schickt, denn sie sind die sichersten Zeichen dafür, dass er mit uns ist. Alle diese kleinen Widerwärtigkeiten, die unserer Natur oft so sehr missfallen, sind nur Hinweise und Fingerzeige des Himmels, um uns daran zu erinnern, dass der Weg zum ewigen Glück der Weg des Kreuzes ist.

 

Maria Charitas Brader
Sel. Maria Charitas Brader
Ordensgründerin in Kolumbien

 

LESEHORE

Commune: Jungfrauen
oder Ordensleute


 

ZWEITE LESUNG

Aus einem Brief der seligen Maria Charitas an ihre Schwestern.

Seien wir bemüht, uns mit unserem gekreuzigten Bräutigam zu vereinen.

Ich bitte euch inständig und aus Liebe zu Jesus im Altarsakrament, bemüht euch ernsthaft an eurer eigenen Heiligung zu arbeiten. Wir kennen die Stunde nicht, in der Gott Rechenschaft verlangen wird von unserem Verhalten und unserem Lebenswandel. Jeder Moment, den Gott uns gibt, ist eine Gnade und ein Schatz, mit dem wir die ewige Glückseligkeit vermehren können durch das treue Mitwirken mit der Gnade.

Wie unscheinbar werden uns in der Todesstunde die kleinen Leiden erscheinen, die uns manchmal den Seelenfrieden nehmen, wenn uns Demut und Großmut für Christus fehlt, der so viel für uns gelitten hat. Danken wir Gott für jedes Leiden und Kreuz, die er uns schickt, denn sie sind die sichersten Zeichen dafür, dass er mit uns ist. Alle diese kleinen Widerwärtigkeiten, die unserer Natur oft so sehr missfallen, sind nur Hinweise und Fingerzeige des Himmels, um uns daran zu erinnern, dass der Weg zum ewigen Glück der Weg des Kreuzes ist.

Seien wir nicht gleichgültig, sondern streben wir mit Gottes Gnade danach, uns immer inniger mit Christus zu vereinen. Wenn wir täglich mit diesen Gefühlen und Vorsätzen leben, wird unser Dasein bestimmt vom himmlischen Segen erfüllt  sein,  und wir werden eine unbeschreibliche Glückseligkeit erlangen in der Ewigkeit. Unser Glück ist im Himmel, die selige Anschauung Gottes im Maße der heiligmachenden Gnade, die wir mit Gottes Hilfe und unserem persönlichen Bemühen in diesem Leben erlangt haben werden.

Das treue Mitwirken mit der Gnade erwirkt uns immer neue Gnaden. Schließen wir jeden Abend unser Tagewerk, unsere Worte und Gedanken in Jesu Herz ein, um alles im Blute Christi zu reinigen, damit es vollkommen und wohlgefällig zum Throne der Heiligsten Dreifaltigkeit gelange.

Quellenangabe:
Aus dem Rundschreiben der Sel. Maria Charitas vom 11.12.1935 in Pasto, Liturgisches Institut der deutschsprachigen Schweiz, in:
https://www.liturgie.ch/liturgiepraxis/direktorium/dioezesanproprien

Responsorium
R  Kein Auge hat es gesehen und kein Ohr hat es gehört, * das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.
Uns hat Gott es enthüllt durch seinen Geist. * Das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.

Oration
Barmherziger Gott, du hast der seligen Ordensschwester Maria Charitas Brader eine große Liebe zur Eucharistie ins Herz gelegt. Du hast ihr die Augen geöffnet und sie in den Armen Christus erkennen lassen. Gewähre uns die Gnade, Christus, deinem Sohn, in Treue nachzufolgen und ihm in den Armen zu dienen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.



Dritte Welt - Missionsarbeit
Gedenktafel am Wirkungsort
Portoviejo in Ecuador

 

Tau franziskanisch Mission

Faltblatt nd Jugendkreuz
zur Seligsprechung
in Ecuador (23. März 2003)

Missionsarbeit Dritte Welt

 

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