Michael Tomaszek - Zbigniew Strzalkowski 


7. Juni

Priester, Märtyrer, I. Orden
* 1958/1960 Polen,  + 1991 Pariacoto/Peru

 

Zbigniew Strzałkowski, geboren 1958 in Tarnau (Polen), band sich 1980 mit der Ordensprofess an die Franziskaner-Minoriten und wurde 1986 zum Priester geweiht. Nach einer Zeit als Erzieher im Jungenseminar von Liegnitz eröffnete er die Mission des Ordens in Peru. Michael Tomaszek, geboren 1960 in Lankwitz, legte 1981 die Ordensprofess bei den Franziskaner-Minoriten ab und wurde 1987 zum Priester geweiht. Nach einem Seelsorgseinsatz in der Pfarrei Penzig brach er in die Mission nach Peru auf, wo dem Orden die weitverstreute Pfarrei Pariacoto in der Diözese Chimbote anvertraut war.
Hier leisteten die beiden Minoriten zwei Jahre lang ihren Dienst, verwirklichten eine franziskanische Gemeinschaft im Dienst des Volkes, besuchten die Dörfer in den Anden und verausgabten sich in ihrem pastoralen und karitativen Dienst. Am Abend des 9. August 1991 wurden sie von einer Terrorgruppe außerhalb der Ortschaft Pariacoto ermordet. Ihre Seligsprechung erfolgte am 5. Dezember 2015 inChimbote (Peru).

Eröffnungsvers
Für ihren Gott haben diese Heiligen gekämpft bis zum Tod.
Sie waren ohne Furcht, denn sie standen auf sicherem Grund.

Tagesgebet
Ewiger Gott,
du hast die seligen Priester Michael und Zbigniew
     nach dem Vorbild des heiligen Franziskus von Assisi
     bis zur Ganzhingabe ihres Lebens
     in die Nachfolge deines Sohnes berufen.
Gewähre uns auf ihre Fürsprache,
in der Liebe zu dir
     und im Dienst gegenüber den Geringsten zu wachsen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Lesung     Weish 3,1-9
Gott hat die Gerechten angenommen als ein vollgültiges Opfer.

Lesung aus dem Buch der Weisheit.

Die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand,
     und keine Qual kann sie berühren.
In den Augen der Toren sind sie gestorben,
ihr Heimgang gilt als Unglück,
ihr Scheiden von uns als Vernichtung;
     sie aber sind in Frieden.

In den Augen der Menschen wurden sie gestraft;
     doch ihre Hoffnung ist voll Unsterblichkeit.
Ein wenig nur werden sie gezüchtigt;
     doch sie empfangen große Wohltat.
Denn Gott hat sie geprüft
     und fand sie seiner würdig.

Wie Gold im Schmelzofen hat er sie erprobt
und sie angenommen als ein vollgültiges Opfer.

Beim Endgericht werden sie aufleuchten
     wie Funken, die durch ein Stoppelfeld sprühen.
Sie werden Völker richten
     und über Nationen herrschen
und der Herr wird ihr König sein in Ewigkeit.

Alle, die auf ihn vertrauen,
     werden die Wahrheit erkennen
und die Treuen werden bei ihm bleiben in Liebe.
Denn Gnade und Erbarmen
     wird seinen Erwählten zuteil.

Antwortpsalm     Ps 126,1-6
R
  Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten. – R

Als der Herr das Los der Gefangenschaft Zions wendete, *
da waren wir alle wie Träumende.
Da war unser Mund voll Lachen *
und unsere Zunge voll Jubel.
– (R)

Da sagte man unter den andern Völkern: *
„Der Herr hat an ihnen Großes getan.“
Ja, Großes hat der Herr an uns getan. *
Da waren wir fröhlich.
– (R)

Wende doch, Herr, unser Geschick, *
wie du versiegte Bäche wieder füllst im Südland.
Die mit Tränen säen, *
werden mit Jubel ernten.
– (R)

Sie gehen hin unter Tränen *
und tragen den Samen zur Aussaat.
Sie kommen wieder mit Jubel *
und bringen ihre Garben ein.
– R

Ruf vor dem Evangelium     Vers: Joh 12,25
Halleluja. Halleluja.
So spricht der Herr:
Wer sein Leben in dieser Welt gering achtet,
wird es bewahren bis ins ewige Leben.
Halleluja.

Evangelium     Joh 12,24-26
Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen.

✠  Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Amen, amen, ich sage euch:
Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt
     und stirbt,
bleibt es allein;
wenn es aber stirbt,
     bringt es reiche Frucht.

Wer an seinem Leben hängt,
     verliert es;
wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet,
     wird es bewahren bis ins ewige Leben.

Wenn einer mir dienen will,
     folge er mir nach;
und wo ich bin,
     dort wird auch mein Diener sein.
Wenn einer mir dient,
     wird der Vater ihn ehren.

Fürbitten
V  Lasst uns zu Jesus Christus beten, dem König der Märtyrer:
V/A  Herr Jesus Christus, wir preisen dich.

-  Du unser Erlöser, du hast dein Blut vergossen für das Heil der Welt; erbarme dich aller Menschen.

-  Du Urbild der Märtyrer; steh allen Verfolgten bei.

-  Du treuer Zeuge; hilf denen, die Zeugnis von dir geben.

-  Du Stärke der Märtyrer; sei deinen Bekennern nahe in der Stunde der Prüfung.

-  Du Lohn der Märtyrer; sei auch der Lohn all unserer Verstorbenen.


Allmächtiger Gott, wir leben vom Opfer derer, die dem Zeugnis deines Sohnes im Wort und im Blut gefolgt sind. Schenke uns deinen Beistand, wenn wir einmal Zeugnis ablegen müssen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
A  Amen.

Gabengebet
Gütiger Gott,
am Gedenktag der seligen Märtyrer Michael und Zbigniew
     bringen wir Brot und Wein zum Altar.
Du hast ihr Zeugnis als kostbare Gabe angenommen.
Lass auch die Zeichen unserer Hingabe dir wohlgefallen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Präfation     Von den Märtyrern

Kommunionvers     Mt 16,24
Wer mir nachfolgen will, verleugne sich selbst
und nehme sein Kreuz auf sich;
so folge er mir nach.

Schlussgebet
Gott, unser Vater,
ermutige uns durch die empfangenen Gaben,
     wie du deine Märtyrer Michael und Zbigniew gestärkt hast.

Lass in deinem Dienst auch unseren Glauben wachsen
     und sich im Leiden bewähren.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

87 Sel. Antonin Bajewski – 12. Juni

12. Juni SEL. ANTONIN BAJEWSKI

Priester, Märtyer, I. Orden

Geboren wird Johannes, so sein Taufname, als einziges Kind seiner Eltern

am 17. Januar 1915 in Vilnius, der heutigen Hauptstadt Litauens. Nach seinem

Schulabschluss trat er 1934 in den Orden der Franziskaner-Minoriten

ein und begann als Bruder Antonin das Noviziatsjahr in Niepokalanów (Polen).

Am 1. Mai 1939 wurde er zum Priester geweiht und als Stellvertreter

von Pater Maximilian M. Kolbe in Niepokalanów ernannt. Die Brüder

schätzten ihn als einen bedächtigen Priester, der sich durch tiefe Frömmigkeit

und eifriges Gebet auszeichnete.

Im Februar 1941 wurde er zusammen mit Pater Maximilian von den Nationalsozialisten

zunächst in das Gefängnis Pawiak (Warschau) und wenige Wochen

später nach Auschwitz gebracht. Im Gefängnis trug er zum Missfallen

der Wärter weiterhin sein Ordensgewand und teilte seine Essensrationen

mit noch Schwächeren. Im Vernichtungslager erkrankte Antonin an Typhus,

was ihn aber nicht daran hinderte, sich weiterhin um die Kranken zu kümmern.

Am 8. Mai 1941 starb Pater Antonin im Alter von nur 26 Jahren im

Konzentrationslager.

Er wurde am 13. Juni 1999 zusammen mit 108 anderen polnischen Märtyrern

von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.

Im Himmel freuen sich die Heiligen,

die Christus gefolgt sind,

sie haben ihr Blut vergossen

aus Liebe zu ihm.

Barmherziger Gott,

du hast dem seligen Antonin und seinen Gefährten

Anteil an Christi Leiden gegeben.

Sie sind ohne Zögern für dich gestorben.

Hilf uns durch deine Gnade in unserer Schwäche,

damit wir durch unser Leben dich bekennen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Eröffnungsvers

Tagesgebet

12. Juni – Sel. Antonin Bajewski 88

Röm 8,31-39

In der Schrift steht: Um deinetwillen sind wir den ganzen

Tag dem Tod ausgesetzt.

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus

an die Römer.

Was ergibt sich nun,

wenn wir das alles bedenken?

Ist Gott für uns,

wer ist dann gegen uns?

Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont,

sondern ihn für uns alle hingegeben

wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?

Wer kann die Auserwählten Gottes anklagen?

Gott ist es, der gerecht macht.

Wer kann sie verurteilen?

Christus Jesus, der gestorben ist,

mehr noch: der auferweckt worden ist,

sitzt zur Rechten Gottes

und tritt für uns ein.

Was kann uns scheiden von der Liebe Christi?

Bedrängnis oder Not oder Verfolgung,

Hunger oder Kälte, Gefahr oder Schwert?

In der Schrift steht:

Um deinetwillen sind wir den ganzen Tag

dem Tod ausgesetzt;

wir werden behandelt wie Schafe,

die man zum Schlachten bestimmt hat.

Doch all das überwinden wir durch den,

der uns geliebt hat.

Lesung

89 Sel. Antonin Bajewski – 12. Juni

Denn ich bin gewiss:

Weder Tod noch Leben,

weder Engel noch Mächte,

weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,

weder Gewalten der Höhe oder Tiefe

noch irgendeine andere Kreatur

können uns scheiden von der Liebe Gottes,

die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

Ps 116,12-18

R Der Kelch des Segens gibt uns Anteil an Christi Blut. – R

Wie kann ich dem Herrn all das vergelten, *

was er mir Gutes getan hat?

Ich will den Kelch des Heils erheben *

und anrufen den Namen des Herrn. – (R)

Kostbar ist in den Augen des Herrn *

das Sterben seiner Frommen.

Ach Herr, ich bin doch dein Knecht, †

dein Knecht bin ich, der Sohn deiner Magd. *

Du hast meine Fesseln gelöst. – (R)

Ich will dir ein Opfer des Dankes bringen *

und anrufen den Namen des Herrn.

Ich will dem Herrn meine Gelübde erfüllen *

offen vor seinem ganzen Volk. – R

Vers: vgl. 2 Kor 1,3-4

Halleluja. Halleluja.

Gepriesen sei Gott der Barmherzigkeit und allen Trostes,

der uns in unserem Kummer tröstet.

Halleluja.

Antwortpsalm

Ruf vor dem

Evangelium

12. Juni – Sel. Antonin Bajewski 90

Joh 15,18-21

Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen.

✠ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

Wenn die Welt euch hasst,

dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat.

Wenn ihr von der Welt stammen würdet,

würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben.

Aber weil ihr nicht von der Welt stammt,

sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe,

darum hasst euch die Welt.

Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe:

Der Sklave ist nicht größer als sein Herr.

Wenn sie mich verfolgt haben,

werden sie auch euch verfolgen;

wenn sie an meinem Wort festgehalten haben,

werden sie auch an eurem Wort festhalten.

Das alles werden sie euch

um meines Namens willen antun;

denn sie kennen den nicht,

der mich gesandt hat.

Im fürbittenden Gebet wenden wir uns an Jesus Christus, der

den Tod am Kreuz auf sich nahm: Christus, höre uns.

A Christus, erhöre uns.

Für alle Christen: entfache in ihnen opferbereite Liebe zu ihren

Mitmenschen. Christus, höre uns.

Für alle, die über andere Macht haben: mache sie bereit, die

Würde des Menschen zu achten. Christus, höre uns.

Für die ungerecht Gefangenen und Verfolgten: zerbrich ihre

Fesseln und rette sie. Christus, höre uns.

Evangelium

Fürbitten

91 Sel. Antonin Bajewski – 12. Juni

Für die Opfer der Kriege und Vernichtungslager: nimm sie

auf in deine Herrlichkeit. Christus, höre uns.

Herr, unser Gott, der selige Antonin und seine Gefährten haben

aus Liebe das Leben geopfert. Lass uns für unsere Mitmenschen

eintreten durch Christus, unseren Herrn.

A Amen.

Allmächtiger, ewiger Gott,

am Gedenktag des seligen Antonin Bajewski

und seiner Gefährten,

die du mit dem hellen Licht des Glaubens

beschenkt hast,

bringen wir das Opfer dar und bitten dich,

vergib uns unsere Sünden

und schenke uns deinen Frieden.

Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Von den Märtyrern

Durch Christus sind wir dem Tod ausgeliefert,

damit sein Leben sich in unserem sterblichen Leben offenbart.

Gott, unser Vater,

wir haben am Gedenktag des seligen Antonin

und seiner Gefährten

dein Sakrament empfangen.

Gib uns deine Gnade und hilf uns,

nach ihrem Beispiel standhaft zu bleiben

und am Ende den Sieg zu erringen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Gabengebet

Präfation

Kommunionvers

Schlussgebet

16. Juni – Sel. Anicet Koplin und Gefährten 92

16. Juni SEL. ANICET KOPLIN UND GEFÄHRTEN

Priester, Märtyrer, I. Orden

Anicet Koplin, geboren am 30. Juni 1875 in Preußisch-Friedland, einer Grenzstadt

in der damaligen Provinz Westpreußen, in der auch viele Polen wohnten,

war der jüngste von zwölf Kindern. Die Eltern waren nicht gerade begütert.

Er trat am 23. November 1893 bei den Kapuzinern der Rheinisch-Westfälischen

Provinz ein. Nach seiner Priesterweihe war er zunächst Aushilfspater

in Dieburg, dann viele Jahre in Werne, Sterkrade und in Krefeld.

1918 erging an ihn der Ruf, sich für die Reorganisation des kirchlichen Lebens

und des Ordens in Warschau zur Verfügung zu stellen. Im abgetragenen

Habit und mit Sandalen an den bloßen Füßen unterwegs, sah man ihn in den

Straßen Warschaus für seine Armen betteln. War er nicht für seine Armen

unterwegs, so saß er im Beichtstuhl der Kapuziner in Warschau. Erfuhr er,

dass jemand im Sterben lag, so begab er sich zu ihm, um zu trösten und womöglich

die Sakramente der Buße und Wegzehrung zu spenden.

1941 wurde Anicet von der Geheimen Staatspolizei der nationalsozialistischen

Besatzungsregierung in Warschau festgenommen. Mit zwanzig Mitbrüdern

wurde er in das Vernichtungslager Auschwitz gebracht und dort

schwer misshandelt. Anicet, der zeitlebens gern den Kreuzweg gebetet und

anderen im Tragen ihres Kreuzes geholfen hatte, verband sich nun mit dem

leidenden Christus bei seinem Gang zum Tod. Am 16. Oktober warfen ihn

die Schergen mit anderen Häftlingen in eine Grube und streuten ungelöschten

Kalk über sie, so dass sie an den Verbrennungen qualvoll starben. Anicet

Koplin, der selber arm gelebt und sich für die Armen aufgerieben hatte, ist

auch in letzter Armut gestorben. Am 13. Juni 1999 wurde er von Papst Johannes

Paul II. in Warschau seliggesprochen.

Ps 37,39

Die Rettung der Gerechten kommt vom Herrn,

er ist ihre Zuflucht in Zeiten der Not.

Eröffnungsvers

93 Sel. Anicet Koplin und Gefährten – 16. Juni

Allmächtiger und barmherziger Gott,

mit deiner Hilfe hat der selige Anicet Koplin

die Qualen eines Gefangenenlagers ausgehalten.

Den Armen und Sterbenden war er eine Hilfe,

weil er in dir seine Kraft fand.

Stehe auch uns bei,

dass wir in unserem Leben

für andere da sind, die Hilfe brauchen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

1 Petr 3,14-17

Fürchtet euch nicht vor ihnen, und lasst euch nicht

erschrecken!

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Petrus.

Wenn ihr um der Gerechtigkeit willen leiden müsst,

seid ihr seligzupreisen.

Fürchtet euch nicht vor ihnen,

und lasst euch nicht erschrecken,

sondern haltet in eurem Herzen

Christus, den Herrn, heilig!

Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen,

der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt;

aber antwortet bescheiden und ehrfürchtig,

denn ihr habt ein reines Gewissen.

Dann werden die, die euch beschimpfen,

weil ihr in Christus ein rechtschaffenes Leben führt,

sich wegen ihrer Verleumdungen schämen müssen.

Es ist besser, für gute Taten zu leiden,

wenn es Gottes Wille ist,

als für böse.

Tagesgebet

Lesung

16. Juni – Sel. Anicet Koplin und Gefährten 94

Ps 34,2-9

R All meinen Ängsten hat mich der Herr entrissen. – R

Ich will den Herrn allezeit preisen; *

immer sei sein Lob in meinem Mund.

Meine Seele rühme sich des Herrn; *

die Armen sollen es hören und sich freuen. – (R)

Verherrlicht mit mir den Herrn, *

lasst uns gemeinsam seinen Namen rühmen.

Ich suchte den Herrn und er hat mich erhört, *

er hat mich all meinen Ängsten entrissen. – (R)

Blickt auf zu ihm, so wird euer Gesicht leuchten, *

und ihr braucht nicht zu erröten.

Da ist ein Armer; er rief, und der Herr erhörte ihn. *

Er half ihm aus all seinen Nöten. – (R)

Der Engel desHerrn umschirmt alle, die ihn fürchten und ehren, *

und er befreit sie.

Kostet und seht, wie gütig der Herr ist; *

wohl dem, der zu ihm sich flüchtet! – R

Vers: Jak 1,12

Halleluja. Halleluja.

Selig der Mensch, der in der Versuchung standhält.

Denn wenn er sich bewährt,

wird er den Kranz des Lebens erhalten.

Halleluja.

Antwortpsalm

Ruf vor dem

Evangelium

95 Sel. Anicet Koplin und Gefährten – 16. Juni

Joh 12,24-26

Wenn das Weizenkorn stirbt, bringt es reiche Frucht.

✠ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

Amen, amen, ich sage euch:

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt,

bleibt es allein;

wenn es aber stirbt,

bringt es reiche Frucht.

Wer an seinem Leben hängt,

verliert es;

wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet,

wird es bewahren bis ins ewige Leben.

Wenn einer mir dienen will,

folge er mir nach;

und wo ich bin,

dort wird auch mein Diener sein.

Wenn einer mir dient,

wird der Vater ihn ehren.

Auf den Wegen unseres Lebens geraten wir in manche Not.

Aber die Prüfung unseres Glaubens bewirkt Ausdauer; sie soll

uns zur Vollendung führen. Wir bitten den Herrn um Hilfe und

Beistand: Jesus, unser Weg und unser Leben.

A Erbarme dich unser.

Für alle Gläubigen: Herr, entreiße sie ihrer Not und ihren

Ängsten. – Jesus, unser Weg und unser Leben.

Für alle, die vor einer schweren Entscheidung stehen: Herr,

führe sie zur Klarheit. – Jesus, unser Weg und unser Leben.

Evangelium

Fürbitten

16. Juni – Sel. Anicet Koplin und Gefährten 96

Für alle Unglücklichen: Herr, richte sie auf und zeige ihnen

den rechten Weg. – Jesus, unser Weg und unser Leben.

Für die Sterbenden: Herr, öffne ihnen die Pforten des Paradieses

und nimm das Opfer ihres Lebens an. – Jesus unser

Weg und unser Leben.

Für uns alle: Herr, stärke uns in der immer neuen Entscheidung

für ein Leben aus dem Glauben. – Jesus, unser Weg und

unser Leben.

Herr und Gott, lehre uns standhaft und beharrlich zu sein wie

der selige Anicet Koplin, damit wir das ewige Leben erlangen.

Der du lebst und Leben wirkst in Ewigkeit.

A Amen.

Allmächtiger Gott,

am Gedenktag des seligen Anicet

bringen wir Brot und Wein zum Altar.

Du hast sein Blutzeugnis

als kostbare Gabe angenommen;

lass auch die Zeichen unserer Hingabe

dir wohl gefallen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Von den Märtyrern

Wenn das Weizenkorn in die Erde fällt und stirbt,

bringt es reiche Frucht.

Christus ist für uns gestorben und auferstanden.

Er schenkt uns Leben in Fülle.

Gabengebet

Präfation

Kommunionvers

97 Sel. Anicet Koplin und Gefährten – 16. Juni

Herr, unser Gott,

stärke uns durch die empfangenen Gaben,

wie du den seligen Anicet und seine Gefährten

in ihrem Leben und Leiden gestärkt hast.

Stärke uns in deinem Dienst,

damit auch unser Glaube wachse und sich bewähre.

Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

 


Zwei junge Brüder Missionare:
Michael und Zbigniew


 

LESEHORE

Commune: Mehrere Märtyrer



ZWEITE LESUNG

Aus einer Homilie des seligen Zbigniew Strzalkowski.

Im Priester ist Christus präsent unter den Menschen.

Liebe Brüder und Schwestern, wir alle sind verbunden in einer einzigen Gemeinschaft mit Gott, in dem einzigen Priestertum Christi, in dem einen Glauben, durch die gleichen Ordensgelübde.

Die Freude ist ein Gefühl und ein Zustand, der sich nicht in sich selbst einschließen lässt, sondern einen äußeren Ausdruck braucht, ja sogar danach verlangt, sie mit den anderen zu teilen. Gerade das Priestertum Christi bringt dem Menschen und der Welt die Freiheit, und zwar die Freiheit von der Sünde, sowie die Hoffnung, nämlich die Hoffnung auf das ewige Leben. Für den Menschen, für den Christen steigen diese Werte vom Kreuz Christi herab, denn er ist der höchste und einzige Priester. Die Priester, die im Laufe der Generationen die Geschichte des Menschengeschlechtes auf der Erde geprägt haben, sind einfach nur jene, auf die sich die Kraft des Priestertums Christi herabgelassen hat. Durch sie ist Christus präsent im Leben des Menschen und in der Geschichte der Welt.

Jeder Priester hat Anteil an dem, was Christus gelebt hat. Jeder Priester erfährt in Solidarität mit dem eigenen Meister das, was er zu unserem Heil ertragen hat. Wenn wir in den Seiten des Evangeliums blättern, das inspirierte Wort Gottes hören, das in der Kirche vorgetragen wird, dann schauen wir auf Christus in seiner Einsamkeit. In der Tat, indem er die Liebe zu den Menschen gebracht hat, ist er allein geblieben. Als er dem auserwählten Volk und dem gesamten Menschengeschlecht Gutes erwies, begegnete ihm nur Unverständnis. Der einzige, der ihn verstanden hat, war sein himmlischer Vater. Der Priester Christus ist kraft seiner Liebe zum Vater und zu den Menschen in die Welt gekommen, um das Opfer darzubringen, das ungeschuldete Opfer, das höchste Opfer: er hat sich selbst als Opfer dargebracht.

Der Priester Christus hat Anstrengung und Müdigkeit verspürt, als er die Gute Nachricht verkündete. All dies wird auch jeder Priester verspüren, wenn er das Priestertum Christi übernimmt, wenn er sich dafür entscheidet, seinem Meister Christus treu nachzufolgen, Schritt für Schritt.

Die wichtigste Dimension der Erfahrung des Ordenslebens unter der Leitung des heiligen Franziskus ist sein Blick auf das Priestertum, sein Verhalten gegenüber und zu den Priestern. In seinen Weisungen an die Brüder sagte er kategorisch und unzweideutig, dass sie in der Person des Priesters vor allem Christus verehren sollen, der durch sie unter den Menschen präsent ist.

Christus ist also mitten unter uns, in der Person des Priesters. Er steht mitten unter uns, um durch den Mund des Priesters weiterhin seine Gute Nachricht zu verkünden und uns Kleinmütigen zu sagen: Mut! Um uns zu sagen: Kommt zu mir, ihr alle, die ihr müde und erschöpft seid, ich werde euch erquicken.
1 Um jedem von uns, der zweifelt und niedergeschlagen ist, zu verkünden: Dir genügt meine Gnade.2

1  Vgl. Mt 11,28 
2  Vgl. 2 Kor 12,9

Quellenangabe:
Aus einer Homilie des seligen Zbigniew Strzalkowski, Provinzarchiv der Franziskaner-Minoriten in Krakau, Polen.

Responsorium
R
  Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht. * Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben.
V  Wenn ihr mich sucht, dann lasst diese gehen. Ich habe keinen von denen verloren, die du mir gegeben hast. * Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben.
 

LAUDES

Benedictus - Antiphon
Selig, die Verfolgung leiden für die Gerechtigkeit; denn ihrer ist das Himmelreich.

Oration
Ewiger Gott, du hast die seligen Priester Michael und Zbigniew nach dem Vorbild des heiligen Franziskus von Assisi bis zur Ganzhingabe ihres Lebens in die Nachfolge deines Sohnes berufen. Gewähre uns auf ihre Fürsprache, in der Liebe zu dir und im Dienst gegenüber den Geringsten zu wachsen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.
 

VESPER

Magnificat - Antiphon
Das Himmelreich gehört den Zeugen Christi, die ihre Kleider wuschen im Blut des Lammes. Das Leben dieser Welt verschmähen sie und gewannen als Preis das ewige Leben.