Sel. Johannes Duns Scotus       


8. November

Priester, I. Orden
* 1265 Duns/Schottland,  + 1308 Köln

 

Johannes Duns Scotus wurde gegen Ende 1265 in Duns (Schottland) geboren worden. Schon sehr jung trat er in den Orden des heiligen Franz von Assisi ein und wurde am 17. März 1291 zum Priester geweiht. Nach Erlangung der akademischen Grade an der Sorbonne in Paris, lehrte er als Professor an den Universitäten von Cambridge, Oxford, Paris und Köln.
Als echter Sohn des Armen von Assisi erforschte er mit Scharfsinn die göttliche Offenbarung und verfasste zahlreiche philosophische und theologische Werke. Kraftvoll verkündete er das Geheimnis der Menschwerdung des göttlichen Wortes und erwies sich als ein überzeugender Verteidiger der unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria und der Autorität des Papstes. Nach seiner Weigerung, ein Manifest König Philipp IV. gegen Papst Bonifatius VIII. zu unterschreiben, wurde er am 23. Juni 1303 aus Paris verbannt.
Nach Köln berufen, riss sein früher Tod ihn am 8. November 1308 aus seiner Lehrtätigkeit heraus. Der große Ruf der Heiligkeit, der den hervorragenden Theologen wegen seiner außergewöhnlichen Tugenden bereits im Leben umgab, führte schon bald im ganzen Minderbrüderorden, in der Stadt Köln, wo er begraben liegt, und in Nola (Italien) zu einer öffentlichen Verehrung. Diese ist am 6. Juli 1991 durch Papst Johannes Paul II. bestätigt worden.

Eröffnungsvers    Jer 3,15
Ich gebe euch Hirten nach meinem Herzen;
mit Einsicht und Klugheit werden sie euch weiden.

Tagesgebet
Herr, unser Gott, Quelle aller Weisheit,
du hast uns den seligen Johannes Duns Scotus,
den unermüdlichen Verteidiger 
     der unbefleckten Empfängnis Mariens,
zum Lehrer des Lebens und der Erkenntnis gegeben.
Lass uns, durch sein Beispiel erleuchtet
     und durch seine Lehre genährt,
Christus in Treue nachfolgen,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit.

Lesung    2 Tim 1,13-14; 2,1-3 
Bewahre das dir anvertraute kostbare Gut durch die Kraft des Heiligen Geistes.

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an Timotheus.

Mein Sohn!
Halte dich an die gesunde Lehre,
     die du von mir gehört hast;
nimm sie dir zum Vorbild,
und bleibe beim Glauben und bei der Liebe,
     die uns in Christus Jesus geschenkt ist.
Bewahre das dir anvertraute kostbare Gut
     durch die Kraft des Heiligen Geistes, der in uns wohnt.

Du, mein Sohn,
sei stark in der Gnade,
     die dir in Christus Jesus geschenkt ist.
Was du vor vielen Zeugen von mir gehört hast,
das vertraue zuverlässigen Menschen an,
     die fähig sind, auch andere zu lehren.
Leide mit mir als guter Soldat Christi Jesu.

Antwortpsalm    Ps 19,8-12 
R  Deine Worte, Herr, sind Geist und Leben. – R

Die Weisung des Herrn ist vollkommen, *
sie erquickt den Menschen.
Das Gesetz des Herrn ist verlässlich, *
den Unwissenden macht es weise.
 – (R)

Die Befehle des Herrn sind richtig, *
sie erfreuen das Herz;
das Gebot des Herrn ist lauter, *
es erleuchtet die Augen.
 – (R)

Die Furcht des Herrn ist rein, *
sie besteht für immer.
Die Urteile des Herrn sind wahr, *
gerecht sind sie alle. 
– (R)

Sie sind kostbarer als Gold, als Feingold in Menge. *
Sie sind süßer als Honig, als Honig aus Waben.
Auch dein Knecht lässt sich von ihnen warnen; *
wer sie beachtet, hat reichen Lohn. 
– R

Ruf vor dem Evangelium    Vers: Mt 11,25
Halleluja. Halleluja.
Ich preise dich, Vater,
     Herr des Himmels und der Erde,
weil du all das den Weisen und Klugen verborgen,
den Unmündigen aber geoffenbart hast.
Halleluja.

Evangelium    Mt 5,13-16
Ihr seid das Licht der Welt.

✠  Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

In jener Zeit
     sprach Jesus zu seinen Jüngern:

Ihr seid das Salz der Erde.
Wenn das Salz seinen Geschmack verliert,
     womit kann man es wieder salzig machen?
Es taugt zu nichts mehr;
es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten.

Ihr seid das Licht der Welt.

Eine Stadt, die auf einem Berg liegt,
kann nicht verborgen bleiben.

Man zündet auch nicht ein Licht an
und stülpt ein Gefäß darüber,
sondern man stellt es auf den Leuchter;
dann leuchtet es allen im Haus.

So soll euer Licht vor den Menschen leuchten,
damit sie eure guten Werke sehen
und euren Vater im Himmel preisen.

Fürbitten
Gepriesen sei Jesus Christus, des Vaters ewiger Sohn, der zu unserem Heil Mensch geworden ist. Zu ihm lasst uns beten: 
V/A  Wir bitten dich, erhöre uns.

-  Herr Jesus Christus, der selige Johannes Duns Scotus ist im gläubigen Horchen auf dein Wort und in demütigem Gehorsam gegenüber der Kirche zu einem großen Lehrer des Glaubens geworden. Leite unser Leben nach seinem Beispiel.

-  Du hast den seligen Johannes zu einem hervorragenden Zeugen für dich als den Mittler der Schöpfung gemacht. Stärke uns im Glauben an deine alles umfassende Sendung.

-  Der selige Johannes hat uns gelehrt, dass Gott der Vater seine unendliche Liebe allen Menschen geoffenbart hat. Lass uns den Vater mit allen unseren Kräften lieben.

-  Der selige Johannes hat in der Unbefleckten Empfängnis Mariens die Einzigartigkeit ihrer Berufung gezeigt. Bewahre uns stets in kindlicher Verehrung zu deiner Mutter.

-  Der selige Johannes hat die Kirche als den sicheren Hort des Heils für uns alle bezeugt und ist stets der mutige Verteidiger der Autorität des Papstes gewesen. Erhalte auch uns in demütiger Treue zur Kirche.

-  Der selige Johannes hat uns gezeigt, dass die Würde des Menschen in dir begründet ist. Bewahre die Menschenwürde stets vor allem Verlust und jedem Makel.

Denn du bist das Heil, die Kraft und das Leben, das uns der Vater schenkt, durch Jesus Christus, unseren Herrn. 

V/A  Amen.

Gabengebet
Allmächtiger Gott,
nimm die Gaben an,
     die wir am Gedenktag
     des seligen Johannes zu dir bringen.
Hilf uns, das Leiden des Herrn,
     das wir am Altar verkünden,
auch in unserem Leben auf uns zu nehmen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Präfation    Von den Hirten der Kirche

Kommunionvers    Ps 34,9
Kostet und seht, wie gütig der Herr ist,
wohl dem, der zu ihm sich flüchtet.

Schlussgebet
Allmächtiger Gott,
du hast uns durch dieses Sakrament gestärkt.
Lehre uns,
nach dem Vorbild des seligen Johannes
dich vor allem zu suchen
und als neue Menschen in dieser Welt zu leben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Johannes Duns Scotus wurde gegen Ende 1265 in Duns (Schottland) geboren worden. Schon sehr jung trat er in den Orden des heiligen Franz von Assisi ein und wurde am 17. März 1291 zum Priester geweiht. Nach Erlangung der akademischen Grade an der Sorbonne in Paris, lehrte er als Professor an den Universitäten von Cambridge, Oxford, Paris und Köln.
Als echter Sohn des Armen von Assisi erforschte er mit Scharfsinn die göttliche Offenbarung und verfasste zahlreiche philosophische und theologische Werke. Kraftvoll verkündete er das Geheimnis der Menschwerdung des göttlichen Wortes und erwies sich als ein überzeugender Verteidiger der unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria und der Autorität des Papstes. Nach seiner Weigerung, ein Manifest König Philipp IV. gegen Papst Bonifatius VIII. zu unterschreiben, wurde er am 23. Juni 1303 aus Paris verbannt.
Nach Köln berufen, riss sein früher Tod ihn am 8. November 1308 aus seiner Lehrtätigkeit heraus. Der große Ruf der Heiligkeit, der den hervorragenden Theologen wegen seiner außergewöhnlichen Tugenden bereits im Leben umgab, führte schon bald im ganzen Minderbrüderorden, in der Stadt Köln, wo er begraben liegt, und in Nola (Italien) zu einer öffentlichen Verehrung. Diese ist am 6. Juli 1991 durch Papst Johannes Paul II. bestätigt worden.

Jer 3,15

Ich gebe euch Hirten nach meinem Herzen;

mit Einsicht und Klugheit werden sie euch weiden.

Herr, unser Gott, Quelle aller Weisheit,

du hast uns den seligen Johannes Duns Scotus,

den unermüdlichen Verteidiger

der unbefleckten Empfängnis Mariens,

zum Lehrer des Lebens und der Erkenntnis gegeben.

Lass uns, durch sein Beispiel erleuchtet

und durch seine Lehre genährt,

Christus in Treue nachfolgen,

der in der Einheit des Heiligen Geistes

mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit.

Eröffnungsvers

Tagesgebet

8. November – Sel. Johannes Duns Scotus 182

2 Tim 1,13-14; 2,1-3

Bewahre das dir anvertraute kostbare Gut durch die Kraft

des Heiligen Geistes.

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus

an Timotheus.

Mein Sohn!

Halte dich an die gesunde Lehre,

die du von mir gehört hast;

nimm sie dir zum Vorbild,

und bleibe beim Glauben und bei der Liebe,

die uns in Christus Jesus geschenkt ist.

Bewahre das dir anvertraute kostbare Gut

durch die Kraft des Heiligen Geistes,

der in uns wohnt.

Du, mein Sohn,

sei stark in der Gnade,

die dir in Christus Jesus geschenkt ist.

Was du vor vielen Zeugen von mir gehört hast,

das vertraue zuverlässigen Menschen an,

die fähig sind, auch andere zu lehren.

Leide mit mir als guter Soldat Christi Jesu.

Ps 19,8-12

Deine Worte, Herr, sind Geist und Leben. – R

Die Weisung des Herrn ist vollkommen, *

sie erquickt den Menschen.

Das Gesetz des Herrn ist verlässlich, *

den Unwissenden macht es weise. – (R)

Lesung

Antwortpsalm

183 Sel. Johannes Duns Scotus – 8. November

Die Befehle des Herrn sind richtig, *

sie erfreuen das Herz;

das Gebot des Herrn ist lauter, *

es erleuchtet die Augen. – (R)

Die Furcht des Herrn ist rein, *

sie besteht für immer.

Die Urteile des Herrn sind wahr, *

gerecht sind sie alle. – (R)

Sie sind kostbarer als Gold, als Feingold in Menge. *

Sie sind süßer als Honig, als Honig aus Waben.

Auch dein Knecht lässt sich von ihnen warnen; *

wer sie beachtet, hat reichen Lohn. – R

Vers: Mt 11,25

Halleluja. Halleluja.

Ich preise dich, Vater,

Herr des Himmels und der Erde,

weil du all das den Weisen und Klugen verborgen,

den Unmündigen aber geoffenbart hast.

Halleluja.

Mt 5,13-16

Ihr seid das Licht der Welt.

✠ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

Ihr seid das Salz der Erde.

Wenn das Salz seinen Geschmack verliert,

womit kann man es wieder salzig machen?

Es taugt zu nichts mehr;

es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten.

Ruf vor dem

Evangelium

Evangelium

8. November – Sel. Johannes Duns Scotus 184

Ihr seid das Licht der Welt.

Eine Stadt, die auf einem Berg liegt,

kann nicht verborgen bleiben.

Man zündet auch nicht ein Licht an

und stülpt ein Gefäß darüber,

sondern man stellt es auf den Leuchter;

dann leuchtet es allen im Haus.

So soll euer Licht vor den Menschen leuchten,

damit sie eure guten Werke sehen

und euren Vater im Himmel preisen.

Gepriesen sei Jesus Christus, des Vaters ewiger Sohn, der zu

unserem Heil Mensch geworden ist. Zu ihm lasst uns beten:

A Wir bitten dich, erhöre uns.

- Herr Jesus Christus, durch deine Gnade ist der selige Johannes

Duns Scotus im gläubigen Horchen auf das Wort deiner

Offenbarung und in demütigem Gehorsam gegenüber der

heiligen Kirche zu einem großen Lehrer des Glaubens geworden.

Leite unser Leben nach seinem Beispiel.

- Du hast den seligen Johannes zu einem hervorragenden

Zeugen für dich als den Mittler der Schöpfung gemacht.

Stärke uns im Glauben an deine alles umfassende Sendung.

- Der selige Johannes hat uns gelehrt, dass der Vater seine

unendliche Liebe in dir geoffenbart hat. Lass uns in dir den

Vater mit allen Kräften wiederlieben.

- Der selige Johannes hat durch sein überzeugendes Bekenntnis

der Unbefleckten Empfängnis deiner Mutter die Einzigartigkeit

ihrer Berufung in besonderer Weise gezeigt. Bewahre

uns stets in kindlicher Verehrung zu deiner Mutter.

- Der selige Johannes hat die heilige Kirche als den sicheren

Hort des Heils für uns alle bezeugt und ist stets ihr gehorsamer

Sohn und der mutige Verteidiger der Autorität des

Papstes gewesen. Erhalte uns in der demütigen Treue zur

heiligen Mutter Kirche.

Fürbitten

185 Sel. Johannes Duns Scotus – 8. November

- Der selige Johannes hat uns gezeigt, wie sehr in dir die wahre

Würde des Menschen begründet ist. Bewahre uns stets

diese Würde vor allem Verlust und jedem Makel.

Denn du bist das Heil, alle Kraft und unser Leben, das uns der

Vater in seiner Liebe schenkt: Jesus Christus, unser Herr.

A Amen.

Allmächtiger Gott,

nimm die Gaben an,

die wir am Gedenktag

des seligen Johannes zu dir bringen.

Hilf uns, das Leiden des Herrn,

das wir am Altar verkünden,

auch in unserem Leben auf uns zu nehmen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Von den Hirten der Kirche

Ps 34,9

Kostet und seht, wie gütig der Herr ist,

wohl dem, der zu ihm sich flüchtet.

Allmächtiger Gott,

du hast uns durch dieses Sakrament gestärkt.

Lehre uns,

nach dem Vorbild des seligen Johannes

dich vor allem zu suchen

und als neue Menschen in dieser Welt zu leben.

Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

 

 

JohnDunsScotus - full.jpg
  Sel. Duns Scotus - Doctor Subtilis


Allegorie: Immaculata,
Bonaventura, Thomas von Aquin

 

LESEHORE

Commune: Hirten der Kirche
oder Kirchenlehrer

 

ZWEITE LESUNG

Aus einer Abhandlung des seligen Johannes Duns Scotus über das Wesen der göttlichen  Liebe.

Die  göttliche  Liebe  will, dass Gott von jedem geliebt wird.

Die Tugend der göttlichen Liebe ist ein Verhalten, durch das Gott geliebt wird. Gott könnte mit einer ausschließenden Liebe geliebt werden, bei welcher der Liebende keinen Partner haben möchte (wie Eifersüchtige ihre Frauen lieben). Aber diese Haltung wäre ungeordnet und unvollkommen.

Sie ist ungeordnet, weil Gott das Gut aller ist und nicht will, dass ein Einzelner sich dieses als privates Glück aneignet. Nach rechtem Verständnis darf sich niemand dieses Gut, das für alle da ist, aneignen wollen. Jene Liebe also, die dieses Gut als ein Eigentum erstrebt, das kein anderer mitlieben und mitbesitzen darf, wäre  ungeordnet.

Sie wäre auch unvollkommen, weil die vollkommene Liebe wünscht, dass der Geliebte geliebt wird. Gott, welcher der Seele den Wunsch eingießt, in einer geordneten und vollkommenen Weise zu ihm zu streben, schenkt uns also eine Haltung, durch die er geliebt wird als einer, der auch von anderen geliebt werden soll.

Wie jene Haltung den Menschen bewegt, Gott in einer geordneten und vollkommenen Weise zu lieben, so weckt sie in ihm den Wunsch, dass Gott nicht nur von ihm selbst, sondern auch von jedem anderen Menschen, mit dem er freundschaftlich verbunden ist, geliebt wird.

So wird deutlich, dass die Tugend der göttlichen Liebe etwas Einzigartiges ist. Denn sie richtet ihr Begehren erstens nicht auf mehrere Gegenstände, sondern ihr erstes Ziel ist allein Gott, der in sich das erste Gut ist. Dann will sie, dass er von jedem geliebt und durch die Liebe zu eigen wird, wie er in sich ist. Denn dies ist die vollkommene und geordnete Liebe. Wer so liebt, liebt sich und den Nächsten mit der Tugend der göttlichen Liebe, indem er für sich und den anderen Gott, wie er in sich ist, erstrebt und durch Liebe besitzen will.

Es ist somit offensichtlich dasselbe Verhalten, das mich Gott lieben lässt und den Wunsch in mir weckt, dass er von dir geliebt wird. Diese Liebe entspringt der Tugend der göttlichen Liebe; denn aufgrund dieser Liebe wünsche ich für dich das Gute, das dir rechtmäßig zusteht.

Und aus diesem Grund darf man den Nächsten nicht als zweites Ziel der Liebe betrachten, sondern als ein Ziel, das ganz und gar miteinbezogen ist, nämlich als einen, der fähig ist, den Geliebten vollkommen und in der rechten Weise mit mir mitzulieben. Ich liebe ihn deshalb, dass er mitliebt. Ich liebe ihn gleichsam als einen, der miteinbezogen ist, das heißt, nicht um seiner selbst willen, sondern wegen des Gegenstandes meiner Liebe, den er mit mir mitlieben soll. Da ich wünsche, dass dieser von ihm geliebt wird, wünsche ich ihm zugleich das Gute, das ihm rechtmäßig zukommt.

Quellenangabe: 
Aus der Ordinatio III, distinctio 28, in: Herbert Schneider, Gott loben und ehren mit dem Seligen Johannes Duns Scotus, Mönchengladbach 2004, 32f.

Responsorium
R
  Gott hat uns zuerst geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt. * Wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben.
Wir haben die Liebe erkannt und an die Liebe geglaubt, die Gott zu uns hat. * Wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben.

Oration     wie in den Laudes.
 

LAUDES

Hymnus

Herr Jesus Christus, 
Haupt der ganzen Schöpfung, 
Anfang und Ende,
Ziel des Universums, 
aus reiner Liebe 
bist du Mensch geworden, 
uns zu erlösen.

Dieses Geheimnis
kündet uns Johannes, 
der wie ein Adler
sich zum Licht emporschwingt, 
mit  seines Geistes 
scharfem Auge 
schauet Christus, die Wahrheit.

Lehret die Brüder
mit Geduld und Sorgfalt 
hohe Gedanken 
über Gottes Demut, 
der an das Kreuz stieg,
um die Menschen 
alle an sich zu ziehen.

Gott, sei verherrlicht,
Einer in der Dreiheit, 
Abgrund der Liebe,
Austausch der Personen, 
Ursprung des Daseins,
Licht in allen Wesen, 
Feuer des Lebens.

Benedictus - Antiphon
Herr, wahrer Gott, aus dem, in dem und durch den alles ist, sei gepriesen in Ewigkeit.

Oration
Herr, unser Gott, Quelle aller Weisheit, du hast uns den seligen Johannes Duns Scotus, den unermüdlichen Verteidiger der unbefleckten Empfängnis Mariens, zum Lehrer des Lebens und der Erkenntnis gegeben. Lass uns, durch sein Beispiel erleuchtet und durch seine Lehre genährt, Christus in Treue nachfolgen, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit.
 

VESPER

HYMNUS     wie in den Laudes.

Magnificat - Antiphon
Wir preisen dich, heiliger Vater, weil du unendlich gut bist und mit dem Licht deiner Güte jede Kreatur erfreust.

Oration     wie in den Laudes.

 

Kontakt

bernhard.frei@kapuziner.org